Im Kanu vom Bodensee nach Eglisau
Stein am Rhein


Rother Ochsen
(bis 1615 nur Ochsen)
Das älteste Wirtshaus der Stadt (1446) war im 17. und teilweise 18. Jahrhundert im Besitz der Magistraten- und Kaufleutefamilie Schmid. Sie prägte die Architektur und Ausstattung des viergeschossigen Steinbaus.
Der Rothe Ochsen kann als «Haus des Andreas Schmucker» bezeichnet werden. Schmucker, der Steiner Bannerherr, Lehrer und Maler, bemalte eine Stube und die Fassade im Jahr 1615 nach Vorbildern von Tobias Stimmer und Hans Holbein. Es handelt sich um humanistische Bildmotive in etwas naivem Stil. Sie weisen indessen eine gekonnte Farbwahl und Raumaufteilung auf. Ehre, Selbstopfer, Vaterlandsliebe, Glaube und Klugheit sind die Hauptthemen dieser «Laienpredigt».
Das Rathaus
Das Rathaus entstand
1539-1542, die Fachwerkkonstruktion 1745/46. Lange hatte es auch die Funktion
eines Tuch-, Korn- und Kaufhauses. Seine heutige Gestalt erhielt es 1898-1900.
Damals wurden die Markthalle geschlossen und der Erker sowie die Malereien
angebracht.
Die Geschichtsbilder stammen vom Historienmaler Carl von Häberlin aus Stuttgart, die Wappen und Figuren von Christian Schmidt aus Zürich. Im gotischen Grossen Ratssaal befinden sich unter anderem die berühmte Wappenscheibenkollektion von 1542 und eine Waffensammlung (15.-18. Jahrhundert).
Im Kleinen Ratssaal, der 1766 mit vergoldeter Täfelung im Rokoko-Stil ausgestattet wurde, tagt seit 1542 der Stadtrat.


