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  Webeleinenstek  
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  Der Webeleinenstek ist ein Universalknoten. Er ist sehr zuverlässig und gleichzeitig seilschonend. Noch heute wird er in der Schiffahrt - seis auf dem Zürichsee oder auf dem Pazifik - gebraucht. Es ist immer wieder schön zu beobachten, wie der «Matrose» an der Anlegestelle das Tau locker und scheinbar systemlos zweimal über den Pfosten wirft — ein Webeleinenstek. Gut genug, ein tonnenschweres Schiff sicher an Ort und Stelle zu halten.    
 
   
 

Constrictor-Knoten

   
 
   
  Der Constrictor-Knoten (Würgeknoten) ist im Grund ein Webeleinenstek, bei welchem ein Seilende noch einmal unten durch geführt wird. Einmal festgezogen ist dieser Knoten unnachgiebig, und je nach Seilmaterial kann er nur noch mit dem Messer «gelöst» werden. Die Bauern, die in der Sägerei meines Vaters Sägemehl als Einstreu für ihr Vieh holten, banden die prall gefüllten Jutesäcke mit dem Würgeknoten zu.    
 
   
 

Weberknoten

   
 
   
  Der Weberknoten (auch: Schotstek) ist eine der besten Seilverbindungen, besonders dann, wenn die zwei Seile nicht gleich dick sind.    
 
   
 

Der doppelte Schotstek hält noch besser.

   
 

     

   
  Spierenstich    
 
   
 

Eine zuverlässige Verbindung zwischen zwei Enden ergibt der Spierenstich. Er eignet sich besonders für dünnere Seile.

   
     
  Affenfaust    
 
   
 

Die Affenfaust ist heutzutage eigentlich nur noch ein hübscher Zierknoten. Zur Zeit der Segelschifffahrt hatte dieser Verdickungsknoten aber durchaus eine praktische Funktion. Wenn schwere Taue von und zu den Schiffen gezogen werden mussten, warf man zuerst ein dünneres Seil, an welchem dann das Tau-Ende gebunden wurde. Damit die Leine gut und weit geworfen werden konnte, knüpfte der Seemann einen Affenfaust-Knoten als Beschwerung an einem Ende. Noch bessere Wurfeigenschaften und Wucht erzielte man, indem man die Affenfaust um einen Stein schloss.

Diese Erkenntnis machten sich auch die Seebären zunutze. In der Mitte des Knotens platzierten die Matrosen eine Bleikugel. Ein Ende des kurzen Seilstücks arbeitete man in den Knoten ein, und das andere Ende versah man mit einem Augspleiss. So erhielt man ein rund 50 Zentimeter langes Gebilde — und aus der Affenfaust wurde eine furchtbare «Waffenfaust», ein sogenannter Totschläger.

In der mechanischen Seilerei Kislig in Winterthur werden Affenfäuste als Spielzeug für Hunde oder meinetwegen auch Katzen angeboten. Diese enthalten allerdings keine Bleikugel.

 

   
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