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Seilerei Kislig, Winterthur

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Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, Einblick in eine gute alte Seilerei zu erhalten? In Winterthur steht eine der letzten mechanischen Seilwerkstätten der Schweiz — die Seilerei Kislig. Wir haben den Betrieb besichtigt. Es hat sich gelohnt.

Die Reeperbahn der Seilerei Kislig ist ein gut 100 Meter langes Holzgebäude (Reep heisst Seil, Schnur, und Reeperbahn hat direkt nichts mit Nacht und Nutten zu tun, zumindest im Winterthurer Fall nicht). In der Seilerei werden Stricke und Seile in traditioneller Handwerkskunst hergestellt.

Martin Benz, der neue Besitzer der Seilerei Kislig, gewährt der Öffentlichkeit mit diversen Aktionen Einblick in die Produktionsstätte. Auch für Firmenausflüge, Bankette und Workshops steht die Seilerei zur Verfügung. Nähere Informationen sind hier erhältlich.

Seit 1877 existiert auf der Breite Winterthur eine Seilerbahn. Nach Sturmschäden wurde die Seilerei im Jahr 1890 am heutigen Standort mit dem 100 Meter langen Holzbau zur gedeckten Werkstatt. Der Betrieb ging 1927 in den Besitz der Familie Kislig über. 1933 wurde de Büroteil auf der Seite der Breitestrasse erbaut. 1959 entstand ein seitliches Kellergeschoss mit Lager und Garageneinfahrt. Im Jahr 1966 übergab Albert Kislig senior seinem Sohn Albert Kislig junior die Geschäfte. Im Jahr 2002 erfolgt die Übernahme der Seilerei durch Martin und Sandra-Flavia Benz Teroni. Als Firmenname wird Seilerei Kislig beibehalten.

 
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